Blog 16/2017

Blog-16/2017

So langsam zählt der Countdown bis zum Start am 6.8. runter. Und ich habe gerade psychisch eine kleine Krise. Schaff ich das alles, ist meine Vorbereitung die Richtige? Passt die Ernährung, die Erholung? War es ein Fehler keinen Marathon in der Vorbereitung zu laufen? Fragen über Fragen, die sich in meinem Kopf drehen. Wie ist das bei euch liebe Leser, insbesondere bei denen die ebenfalls ihre Langdistanzpremiere beim Ostseeman feiern? Das würde mich schonmal interessieren.

 

Grundsätzlich lief die Trainingswoche wie geschnitten Butter, sieht man mal von einem Reifendefekt am Freitag ab, als ich mir einen 4 cm langen Nagel reingefahren habe. Das Bild sah aus wie gestellt. Ich hatte mich vom Rennwochenende gut erholt und konnte alle Vorgaben umsetzen. So sind wieder gut 17 h diese Woche zustande gekommen. Dabei war wieder Flexibilität gefordert, war ich die ganze Woche wieder geschäftlich weiter weg unterwegs und musste auswärts übernachten. Da hieß es dann die örtlichen Schwimmbäder im Internet ausfindig machen, von der Pensionswirtin Laufstrecke empfehlen lassen (die dann leider die meiste Zeit an einer vielbefahrenen Straße entlangging) oder auch um 6 Uhr vor der Arbeit zum laufen. Ja, manchmal komme ich doch morgens aus dem Bett.

 

Was ich nach 4 Wochen Training von Julian merke; es wird jedesmal etwas mehr die Grenze verschoben. Jetzt Sonntag Abend bin ich einfach nur hammerplatt. Aber ich werde auch widerstandsfähiger. Früher hätte ich nach einem Wettkampf die folgende Woche eher ruhig gestaltet. Jetzt war doch ordentlich Zug auf der Kette.

 

Am Samstag wurde ich bei einem Teil der Radeinheit von Wolf begleitet. Er erzählte mir Anekdoten aus seinen bisherigen Teilnahmen. Rennaufteilung. Anfeuernde Zuschauer. Das Leiden wenn du beim schwimmen oder Radfahren schon zu tief gehst und Gefahr läufst, auf dem Laufsplit zu explodieren - ich hörte aufmerksam zu. Folgendes gab er mir noch mit:

 

1. Ankommen!

2. Spaß haben (ganz wichtig, bin schon manchmal verbissen), damit ich im nächsten Jahr nochmals Bock habe 3. wenn dann gute Zeit rausspringt sieh es als Sahnehäubchen

 

Sollte soweit passen.

 

Jetzt lasse ich den Sonntag ausklingen, Beine hoch, Tofugemüselasagne und morgen den wohlverdienten Ruhetag genießen. Auf besseres Wetter hoffen habe ich erstmal aufgegeben.

 

Trainiert gut, habe die Ehre, Alex

 

 

 

 

 

 

 

Hallo liebe Ostseeman Community,

 

mein Name ist Alexander Gajo, 40 Jahre alt und ich blogge für Euch meine Vorbereitung zu meiner Langdistanzpremiere beim Ostseeman 2017.

 

Triathlon betreibe ich erst seit 2012, bisher einige Sprint-, Olympische- und Mitteldistanzen. Zuvor habe ich schon intensiv Radrennsport betrieben und bin Lizenzrennen, mehrmals Tourtransalp und diverse Radmarathons gefahren. Ich lebe am Rande des Schwarzwaldes in Nagold, bin in der Radbranche tätig und bin über einen Trainingskollegen auf den Ostseeman aufmerksam geworden. Er hat mir wärmstens nahelegt hier meine Langdistanzpremiere zu feiern, da sowohl Strecke als auch die familiäre Atmosphäre vom Feinsten sind. Was ich in meiner Vorbereitung erlebe und wie es dazu kam Triathlet zu werden, was mich antreibt, erfahrt Ihr liebe Leser in meinem Blog zum Ostseeman 2017. Ich freue mich darauf.