Blog 24/2017

Blog-24/2017

Eine recht unspektakuläre Woche liegt hinter mir. Dabei sah es Montag ganz anders aus. Erste Anzeichen einer Erkältung schlugen durch. Also war inhalieren und Vitamin C/Zink gefragt. Gottseidank sah die Welt am Dienstag wieder besser aus.

 

Wir haben dann aber aufgrund der Situation eine ruhige Woche verordnet. Man merkt, man arbeitet auf Messers Schneide. So konnte ich den Plan abarbeiten und bin motiviert für den Endspurt. Allerdings wird es für mich jetzt zeitmässig recht hakelig. Zum einen werde ich jobmässig viel unterwegs sein, zum anderen steht einem Familienmitglied eine schwere OP bevor. Das lässt sich natürlich kopfmässig auch nicht einfach zur Seite schieben. Wir werden sehen, wie ich das meistern kann. Erfahrungsgemäß lieber weniger Training, den auch emotionaler Stress ist Stress und dieser ist der Form abträglich. Drückt mal alle die Daumen, dass der Eingriff gut verläuft.

 

Das bringt mich nochmals zu meiner eigenen "Leidens"Geschichte. Ich möchte diejenigen Leser motivieren, die mit einem Start bei einer Langdistanz liebäugeln, sich aus welchen Gründen auch immer, diesen nicht zutrauen. Ich war am Boden und habe mich über viele Jahre weiter motiviert, meine Grenzen zu verschieben, trotz aller ärztlichen Diagnosen. Formuliert ein Ziel. Gebt euch selbst die Zeit, arbeitet kontinuierlich an euch. Rückschläge gehören dazu. Wenn ihr gesundheitliche Beschwerden habt, aber zuvor schon ein gewisses Leistungsniveau erreicht habt, kann es in einigen Fällen nicht schaden, eine zweite oder dritte Meinung einzuholen. Klar kann man das nicht verallgemeinern. Was ich sagen will, hätte ich auf die Ärzte gehört, wäre ich nie wieder gelaufen. Ermutigt haben mich z.B die Physiotherapeuten, die oftmals praktisch mehr am Patienten sind. Auch hat sich mein Weltbild gewandelt, als ich bei der Tourtransalp richtig Radrennen gegen Fahrer mit körperlichen Einschränkungen oder Prothesen gefahren bin. So nach dem Motto, jammer nicht, die hat es härter getroffen und fahren dennoch stärker auf dem Rad. Sowas baut auf.

Oder neulich habe ich die Biographie von Gela Allmann gelesen, die einen 800 m Fall überlebt hat und sich wieder zurück ins Leben gekämpft hat. Sucht euch ein Ziel und traut euch.

 

Ja, auch ich bin noch nicht im Ziel des Ostseeman angekommen. Sollte ein DNF aus welchen Gründen auch immer am Ende stehen, was ich natürlich nicht hoffe, würde ich nochmal Anlauf nehmen. Ich will es dann auch schaffen. Zweifel gehören dazu. Trainiert habe ich gut bisher. Trotzdem ertappe ich mich immer wieder dabei, wie ich abwechselnd Schiss vor den 3,8 km schwimmen habe oder doch mehr vor dem abschließenden Marathon. Dann setzt sich aber wieder das Grinsen durch, hey, du schaffst das. Also Leute, vor einem Jahr genau wurde ich vom lieben Wolf motiviert 2017 an den Start des Ostseeman zu gehen. Vielleicht schaffe ich es, dass einer von euch sich ein Herz nimmt und sich für 2018 anmeldet.

 

Feuer frei würde ich sagen, euer Alex

 

 

 

 

 

Hallo liebe Ostseeman Community,

 

mein Name ist Alexander Gajo, 40 Jahre alt und ich blogge für Euch meine Vorbereitung zu meiner Langdistanzpremiere beim Ostseeman 2017.

 

Triathlon betreibe ich erst seit 2012, bisher einige Sprint-, Olympische- und Mitteldistanzen. Zuvor habe ich schon intensiv Radrennsport betrieben und bin Lizenzrennen, mehrmals Tourtransalp und diverse Radmarathons gefahren. Ich lebe am Rande des Schwarzwaldes in Nagold, bin in der Radbranche tätig und bin über einen Trainingskollegen auf den Ostseeman aufmerksam geworden. Er hat mir wärmstens nahelegt hier meine Langdistanzpremiere zu feiern, da sowohl Strecke als auch die familiäre Atmosphäre vom Feinsten sind. Was ich in meiner Vorbereitung erlebe und wie es dazu kam Triathlet zu werden, was mich antreibt, erfahrt Ihr liebe Leser in meinem Blog zum Ostseeman 2017. Ich freue mich darauf.